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Sozialversicherung

Durch die soziale Sicherung verändert der Staat die ursprüngliche Einkommensverteilung sehr stark.
Die direkten sozialen Leistungen des Staates  umfassen beispielsweise Zahlungen für die Altersversorgung (Rentenversicherung, Beamtenpensionen), Krankenversorgung, Arbeitsmarkt, ALG II, Lohn- und Gehaltsfortzahlung und Kindergeld. Darin nicht enthalten sind soziale Leistungen, die aus Steuererleichterungen entstehen – und deshalb etwas schwerer zu berechnen sind.

Ein Teil des sozialen Netzes ist die Sozialversicherung. Die Tabelle fasst die Zweige und Träger der Sozialversicherung zusammen. Zur Pflege-, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gemeinsam bei. Die Unfallversicherung wird alleine von den Arbeitgebern bezahlt. Die Versicherungsbeiträge sind einkommensabhängig. Die Versicherten werden also nicht nach ihrem persönlichen Risiko eingestuft, sondern nach ihrer Leistungsfähigkeit. Das Einkommen aus Arbeit nimmt man wiederum als Maßstab für die Leistungsfähigkeit. Dieses nennt man
Solidarprinzip.

Versicherungszweiggesetzliche GrundlageVersicherungsträgerLeistungen
Krankenversicherung (1883)
Pflegeversicherung (1995)
Sozialgesetzbuch V
Sozialgesetzbuch XI
Ersatzkassen, PflichtkrankenkassenÄrztliche und zahnärztliche Behandlung auf Krankenschein Vorsorgeuntersuchungen, Krankenhauspflege, Arzneien, Brillen, Heil- und Hilfsmittel, Zahnersatz, Haushaltshilfe, Kuren, Krankengeld, Mutterschaftsgeld, Sterbegeld, Zahlung für Pflegeleistungen
Unfallversicherung (1884)Sozialgesetzbuch VIIBerufsgenossenschaften, Gemeinde-Unfallversicherungsverbände, Eigenunfallversicherung der Städte, Bund und der Länder durch ihre Ausführungsbehörden, Bundesanstalt für Arbeit, Feuerwehr-Unfall-KassenÄrztliche Heilbehandlung, Arzneien,
Heil- und Hilfsmittel, Krankenhauspflege, Verletztengeld, Heil-verfahren, Ausbildung für einen neuen Beruf, Rente, Sterbegeld, medizinische, berufsfördernde und ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
Rentenversicherung der Arbeiter (1889)Sozialgesetzbuch VI
18 LandesversicherungsanstaltenHeilverfahren, wirtschaftliche Versorgung bei Heilmaßnahmen, Altersruhegeld, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten, Renten an Hinterbliebene, medizinische, berufsfördernde und ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
Rentenversicherung der Angestellten (1911)
Sozialgesetzbuch VIBundsversicherungsanstalt für Angestellte, BerlinHeilverfahren, wirtschaftliche Versorgung bei Heilmaßnahmen, Altersruhegeld, Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrenten, Renten an Hinterbliebene, medizinische, berufsfördernde und ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
Arbeitslosenversicherung (1927)Sozialgesetzbuch IIIBundesanstalt für Arbeit, NürnbergArbeitsvermittlung, Berufsberatung, Vermittlung von Ausbildungsstellen, berufliche Bildungsmaßnahmen, Arbeits- und Berufsförderung Behinderter, Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld, Maßnahmen zur Verhütung der Arbeitslosigkeit und zu ihrer Beendigung

Allerdings wächst der Beitrag nicht über alle Grenzen mit dem Einkommen. Es gibt vielmehr eine Beitragsbemessungsgrenze. Bis zu dieser Grenze steigt auch der Beitrag, wenn das Einkommen steigt. Ist das Einkommen höher als die Beitragsbemessungsgrenze, dann wird nur ein fester Betrag gezahlt. 

Mit Rentendynamik ist gemeint, dass die Renten automatisch an die Entwicklung einer anderen Größe, bei uns etwa die Entwicklung der (Netto-)Einkommen oder zwischenzeitlich der Inflationsrate angepasst werden.

Mit dem Begriff Generationenvertrag beschreibt man in der Rentenversicheurng, dass die heute Arbeitenden die Rentenzahlungen für die heutigen Rentner aufbringen und dass die, die in der Zukunft arbeiten die Rentenzahlungen für die zukünftigen Renter erwirtschaften. Dieser „Vertrag“ zwischen der aktiv arbeitenden Bevölkerung under den Rentnern ist nie richtig abgeschlossen worden. Er ist im System der Rentenversicherung durch das sogenannte Umlageverfahren verankert. Dieses Verfahren beinhaltet, dass im staatlichen System kein Arbeiter Kapital für seine eigene Rente anspart, sondern dass seine Rente später aus den Beiträgen der arbeitenden Bevölkerung gezahlt wird.

 

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