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Kredit/Darlehen

Von einem Kredit (Darlehen) spricht man, wenn ein Kreditgeber (Gläubiger) eine vertretbare Sache{{1}}[[1]]Vertretbare Sachen sind gleichwertig beschaffen und gegeneinander austauschbar, beispielsweise Geld, Wertpapiere oder ein Neuwagen eins bestimmten Modells und Jahrgangs. Unvertretbare Sachen sind dementsprechend, die über individuelle Eigenheiten im Vergleich zu ähnlichen Sachen verfügen, beispielsweise ein Gebrauchtwagen.[[1]] oder Geld für eine gewisse Zeit dem Kreditnehmer (Schuldner) überlässt, vertrauend darauf, nach Beendigung der vereinbarten (Lauf-)Zeit die gleiche Sache oder das Geld inklusive Zinsen zurück zu bekommen.

Grundlage für einen Kredit ist der Kreditvertrag, der durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen von Schuldner und Gläubiger zustande kommt. Solche Verträge müssen schriftlich abgeschlossen werden. Beim Schuldner steht der Wunsch im Vordergrund, Liquidität zu erlangen, um bestimmte Ausgaben tätigen zu können. Auf Seiten des Gläubigers stehen drei Aspekte im Vordergrund. Er selbst muss liquide sein, um Liquidität abgeben zu können, der Schuldner muss entsprechende Sicherheiten bieten können und das Geschäft muss rentabel sein, sich also aus Sicht des Gläubigers lohnen.

Man unterscheidet zwischen Produktivkrediten, die die Erhöhung der Produktion eines Unternehmens nach sich ziehen, und Konsumkrediten, die von Haushalten in Anspruch genommen werden. Zudem unterscheidet man zwischen kurzfristigen (bis 6 Monate), mittelfristigen (6 Monate bis 4 Jahre) und langfristigen (mehr als 4 Jahre Laufzeit) Krediten.

Auch derjenige, der den Kredit stellt, kann von Bedeutung sein. So kann neben einer Bank z.B. auch eine Lieferant einen sogenannten Lieferantenkredit gewähren.

Je nachdem wie der Kredit bereitgestellt wird, unterscheidet man zwischen Kontokorrentkredit (innerhalb einer bestimmten Zeit kann man über eine bestimmte Summe verfügen; Zinsen fallen nur für tatsächliche Inanspruchnahme an, über Rückzahlungen kann verfügt werden – wie beispielsweise beim Dispositionskredit) und Darlehen (einmalige Auszahlung, über Rückzahlungen kann nicht verfügt werden).

Bei Darlehen unterscheidet man

• Fälligkeitsdarlehen, die am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt werden (Gesamtfällige Tilgung); während der Laufzeit fallen nur Zinszahlungen an,

• Kündigungsdarlehen, die nach einer vorher festgelegten Kündigungsfrist in einem Schlag zurückzuzahlen sind (Gesamtfällige Tilgung); während der Laufzeit sind nur Zinsen zu zahlen,

• Abzahlungsdarlehen, bei denen während der Laufzeit mit gleichbleibenden Raten getilgt wird (Ratentilgung); die Zinsbelastung fällt mit fortschreitender Zeit,

• Annuitätendarlehen (Annuitätentilgung), bei denen während der Laufzeit getilgt wird. Es wird mit gleichbleibender Jahresleistung (Annuität) gezahlt (sinkende Zinsen und steigende Tilgung über die Zeit).

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