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Industriebetriebe

Industriebetriebe dienen der gewerblichen Gewinnung und Herstellung von Gütern. Sie erstellen Sachgüter auf fertigungstechnischer Basis.

Man unterscheidet verschiedene Typen von Industriebtrieben.

  • Die Investitionsgüterindustrie stellt Waren her, die anschließend der Herstellung weiterer Güter dienen.
  •  Die Konsumgüterindustrie stellt Güter her, die zum Verkauf an Endverbraucher gedacht sind.
  • Die Produktion kann arbeitsintensiv sein – wenn der Produktionsfaktor Arbeit relativ intensiv genutzt wird, z.B. in weiten Bereichen des Handwerks – , sie kann rohstoffintensiv sein – z.B. in der Lebensmittelindustrie – oder kapital- oder anlagenintensiv – wenn der Produktionsfaktor Kapital intensiv genutzt wird, so z.B. in der Automobilindustrie.

Je arbeitsintensiver die Fertigung, desto mehr herrscht die manuelle Fertigung vor. Dabei wird hauptsächlich menschliche Kraft in der Produktion eingesetzt, eventuell ergänzt von Werkzeugen oder Handmaschinen. Oft wird die manuelle Tätigkeit bei solchen Arbeiten eingesetzt, die kreative oder künstlerische Fähigkeiten verlangen oder bei solchen, die sich schlecht mechanisieren lassen. Ein gutes Beispiel ist die Herstellung handgemalter Gläser.

Die kapitalintensive Produktion kann maschinelle Fertigung – bei der Menschen die Maschinen bedienen und überwachen, wie bei der Bohrmaschine, der Stanze oder der Fräse – oder automatisierte Fertigung – bei der die Fertigungsautomaten sich selbst steuern und regeln; der Mensch setzt den Automat in Gang, wartet und repariert; dies findet man beispielsweise beim Einsatz von hochentwickelten Robotern – bedeuten.

Man unterscheidet verschiedene Produktionstypen. Es gibt

  • Einzelfertigung: Hierbei werden nach eingehenden Aufträgen Einzelstücke angefertigt; es gibt kaum Wiederholungen; daruas folgen hohe Stückkosten. Zur Produktion werden universell nutzbare Maschinen und überwiegend Facharbeiter eingesetzt; der Vorteil des Einsatzes von nicht so spezialisierten Maschinen ist der, dass man relativ schnell auf Marktschwankungen reagieren kann.
  • Die Serienfertigung ist sowohl von auftrags- als auch von programmorientierter Fertigung gekennzeichnet; dies bedeutet eine häufige Leistungswiederholung. Neben den Universalmaschinen werden auch spezielle Maschinen eingesetzt, neben Facharbeitern auch angelernte Arbeitern. Durch die teilweise Orientierung  auf programmorientierte Fertigung werden die Stückkosten gesenkt, der Einsatz von Spezialmaschinen macht das Unternehmen jedoch etwas unflexibler gegenüber Marktchancen.
  • Die Massenfertigung basiert auf der programmorientierten Fertigung mit permanenter Wiederholung von Leistungen. Es wird mit vielen Spezialmaschinen und einem hohen Anteil ungelernter bzw. angelernter Arbeiter produziert. Dadurch erreicht man niedrige Stückkosten, ist aber gegenüber Marktschwankungen sehr anfällig.
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