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Eigentum und Besitz

Eigentum und Besitz definieren Rechte an Sachen. Eigentümer ist derjenige, der die rechtliche Herrschaft über eine Sache hat. Besitzer ist derjenige, der die tatsächliche Herrschaft über eine Sache hat. Bei der Vermietung einer Wohnung ist der Vermieter weiterhin Eigentümer der Wohnung, der Mieter wird Besitzer.

Das Eigentum an einer Sache kann eingeschränkt werden. So kann bei der Kreditsicherung eine Sache sicherungsübereignet werden. Damit gehen Teile des Eigentumsrechts an den Kreditgeber über. Der neue Eigentümer der Sache – der Kreditgeber – kann die Sache beispielsweise nicht verkaufen, solange der Schuldner seinen Pflichten nachkommt.

Es gibt den mittelbaren Besitzer. Das ist ein Eigentümer, der die Verfügungsgewalt über sein  Eigentum freiwillig an einen anderen übergibt. Der unmittelbare Besitzer ist derjenige, dem die Sache überlassen wurde. Ein Besitzdiener ist ein abhängig Beschäftigter, der vom Arbeitgeber dessen Eigentum zum dienstlichen Gebrauch erhält. Der Dieb ist ein böswilliger Besitzer.

Besitz und Eigentum werden durch die Gesetze besonders geschützt. Wenn einem Besitzer eine Sache widerrechtlich entzogen wird, hat er das Recht auf Selbsthilfe. Er darf dem auf frischer Tat erwischten Täter die Sachen wieder abnehmen, notfalls mit Gewalt. Später hat er einen Anspruch auf gerichtlichen Schutz seines Besitzes.

Ein Eigentümer, dem sein Eigentum widerrechtlich abgenommen wird, kann auf Herausgabe klagen. Eine Störung seines Eigentumsrechts kann er durch Klage beseitigen lassen.

 

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