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Die Nachfrage

Die Nachfrage setzt sich aus allen mit Kaufkraft ausgestatteten Kaufwünschen der Wirtschaftssubjekte zusammen.Die Nachfragefunktion eines Haushaltes nach einem Gut kann von vielen verschiedenen Faktoren abhängen, unter anderem von:

Das Gesetz der Nachfrage
Das Gesetz der Nachfrage

Normalerweise kann man annehmen, dass die Nachfrage eines Haushaltes nach einem Gut mit zunehmendem Preis sinkt. Dieses nennt man auch das Gesetz der Nachfrage. Die Abbildung[1] zeigt die Nachfragekurve eines Haushaltes in Abhängigkeit vom Preis. In der Abbildung sieht man das Gesetz der Nachfrage: Mit steigendem Preis wird weniger nachgefragt, mit sinkendem Preis steigt die Nachfrage. Man kann sich vorstellen, dass sich der Haushalt bevor er das Gut kauft, Gedanken darüber macht, welche Menge er zu welchem Preis kauft. Das Ergebnis dieser Überlegung wird in das Diagramm übertragen. So erhält man diese Nachfragekurve. Die Nachfragekurven sind von Haushalt zu Haushalt und von Gut zu Gut verschieden. Die Marktnachfrage erhalten wir, wenn wir die Nachfragen der einzelnen Haushalte addieren. Diese Marktnachfrage hat ebenfalls einen Verlauf, wie er in der Abbildung dargestellt wird. Sie spiegelt die Pläne der Nachfrager wider. Sie gibt an, welche Menge des Gutes bei verschiedenen Preisen gekauft wird – egal wie hoch der Preis ist, der sich später am Markt ergibt. Wir haben hier also einen vollständigen Plan für alle denkbaren Preise. Wenn sich der Preis des Gutes ändert, erhält man die neue Menge, indem man auf der Nachfragekurve die Menge sucht, die bei diesem Preis nachgefragt wird.

Einkommen und Nachfrage
Die Auswirkung einer Einkommenserhöhung auf die Nachfrage

Dieser Plan muss revidiert werden, wenn sich eine der Rahmenbedingungen (Einkommen, Qualität, Preise andere Güter usw.) ändert.[2] Dann müssen sich die Nachfrager erneut überlegen, welche Mengen des Gutes sie unter den neuen Umständen bei verschiedenen Preisen kaufen wollen. Im allgemeinen kann man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach einem Gut positiv vom Einkommen abhängt: Steigt das Einkommen, dann steigt auch die Nachfrage. Das bedeutet, dass bei höherem Einkommen zu jedem Preis mehr gekauft wird als bei niedrigerem Einkommen. Dies bewirkt in der Abbildung eine Rechtsverschiebung der Nachfragekurve. Eine Einkommenssenkung würde zu einer Linksverschiebung der Kurve führen. Hier können wir auch den Einfluss der Preisänderung eines Substitutions- und eines Komplementärgutes ablesen. Steigt der Preis eines Substitutionsgutes, dann werden die Nachfrager verstärkt das Gut kaufen, das wir betrachten; die Nachfragekurve wird nach rechts verschoben. Wenn ein Komplementärgut billiger wird, wird ebenfalls mehr von dem betrachteten Gut gekauft und die Nachfragekurve nach rechts verschoben.

Footnotes    (↵ returns to text)
  1. Dies ist eine schematische Darstellung der Nachfrage nach einem Gut.
  2. Diese „Rahmenbedingungen“ sind alle die Einflussfaktoren, die nicht an den Achsen des Koordinatensystems stehen – dies sind die sogenannten exogenen Größen. Preis und Menge hingegen sind endogene Größen, da sie an den Achsen stehen. Bei der Änderung einer endogenen Größe bewegt man sich auf der Kurve, bei der Änderung einer exogene Größe wird die Kurve verschoben.
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