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Die Firma

Die Firma ist der Name eines Kaufmanns, unter dem er seine Handelsgeschäfte betreibt, seine Unterschrift leistet, Klage erheben und verklagt werden kann (§ 17 HGB).

Unternehmen aller Rechtsformen, die im Handelsregister eingetragen sind, haben
die Wahl, ob sie unter einer

  • Personenfirma: enthält die Namen einer oder mehrerer natürlicher Personen, z.B. Müller & Müller,
  • Sachfirma, deren Namen vom Gegenstand des Unternehmens abgeleitet sind, z.B. Bayerische Motorenwerke AG,
  • Phantasiefirma}, deren Namen weder Bezug zu Personen noch zu dem Gegenstand des Unternehmens haben, z.B. IKEA oder
  • Gemischte Firma, die eine Kombination aus allen drei vorher genannten sein kann, z.B.\ Bruno Brause Schokoküsse AG

firmieren.

Es gibt verschiedene Grundsätze, die bei der Wahl der Firma berücksichtigt werden müssen. Bestimmte Vorschriften folgen aus der Wahl der Rechtsform. Zudem gibt es weitere Prinzipien, die Firmengrundsätze, die bei der Gründung des Unternehmens erfüllt sein müssen:

  • Firmenwahrheit (§ 18 HGB): Der Firmenkern muss bei Gründung einer Firma wahr sein. Es dürfen keine Angaben über die geschäftlichen Verhältnisse in die Irre führen. So muss z.B. die Unternehmensform korrekt in der Firma wiedergegeben werden.
  • Die Firmenklarheit bezieht sich auf Namenszusätze. Die Firma darf keine Angaben enthalten, die für Dritte wesentlich und geeignet sind, über die geschäftlichen Verhältnisse in die Irre zu führen. Beispiel: Ein Transportunternehmen firmiert als „Hans Meier, internationale Transporte KG“,  besitzt aber nur einen klapprigen LKW, der lange Fahrten nicht durchhalten würde. Der Zusatz „international“ ist damit irreführend.
  • Firmenausschließlichkeit (auch Firmenmonopol, § 30 HGB): Die Firma einer Unternehmung, die in ein Handelsregister eingetragen wird, muss eindeutig sein. Keine andere Unternehmung vor Ort darf die gleiche Firma führen.
  • Firmenbeständigkeit (§§ 21- 25 HGB): Eine Firma kann bei einem Wechsel des Geschäftsinhabers bestehen bleiben. Dies kann z.B. geschehen, um den guten Ruf  eines Unternehmens zu nutzen – allerdings nur mit Zustimmung des Verkäufers des Unternehmens. Allerdings übernimmt man bei Erwerb eines Unternehmens und Fortführung der Firma auch die Schulden des Vorgängers.
  • Nach der Firmenöffentlichkeit (§ 29 HGB) ist jeder Kaufmann verpflichtet, seine Firma und den Ort der Niederlassung in das Handelsregister eintragen zu lassen. Änderungen, wie die Verlegung des Geschäftssitzes oder die Löschung müssen ebenfalls in das Handelsregister eingetragen werden (§ 31 HGB).
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