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Die ABC-Analyse

Die ABC–Analyse wird in verschiedenen Bereichen des Unternehmens eingesetzt, um Tatbestände zu kategorisieren und zu bewerten. Neben der  Materialwirtschaft wird sie auch in der Beurteilung von Kundenbeziehungen eingesetzt.

Der Ausdruck ABC-Analyse stammt von der Einteilung der Güter{{1}}[[1]]Wird die ABC–Analyse auf Kunden angewendet, werden die Kunden entsprechend eingeteilt.[[1]] in drei Kategorien:

  • A-Güter: wichtige, hochwertige, umsatzstarke Güter
  • B-Güter: mittelwichtige, mittelwertige Güter, Güter mit mittlerer Umsatzstärke
  • C-Güter: Weniger wichtige, niedrigwertige, umsatzschwache Güter

Mit der Einteilung der Güter in diese drei Klassen soll versucht werden, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen und die Bereiche herauszufinden, auf die man sich besonders konzentrieren sollte. Oftmals ist es nämlich so, dass es in einem Unternehmen wenige Güter gibt, die wirklich wichtig sind. In der Regel verursachen 20% der Güter ungefähr 80% des Umsatzes. Um sich darauf zu konzentrieren und seine Zeit nicht auf  Nebensächlichkeiten zu verschwenden, ist eine Einteilung der Güter in Klassen wichtig.

Im folgenden gibt es ein Beispiel für die Güterbeschaffung und die Einteilung der Güter in diese drei Klassen. Hier ist es wichtig zu wissen, wie wichtig die Güter sind, um festzustellen, wo sich eine Verbesserung der Beschaffungskonditionen besonders lohnt.

ArtikelMengePreis pro Einheit (in €)
A7.0006
B6.5006,50
C15.0009
D4.00015
E12.00015
F1.00017
G7.500010
H1.0005
I7.00014
J2.0008

Die Einteilung erfolgt beispielsweise nach diesem Schema:{{2}}[[2]]Dieses Schema ist recht willkürlich und muss jeweils den Gegebenheiten angepasst werden.[[2]]
  • A-Güter sind solche, deren wertmäßiger Umsatz 20% oder mehr am Gesamtumsatz ausmacht,
  • B-Güter sind solche, deren wertmäßiger Umsatz 5% bis unter 20% vom Gesamtumsatz ausmacht,
  • C-Güter sind der Rest.

Die Auswertung der obigen Tabelle ergibt folgendes Bild:

  A-GüterB-GüterC-Güter
ArtikelUmsatz (in €)Wert in %Menge in %Wert in %Menge in %Wert in %Menge in %
A42.0006,2711,11
B42.2506,3010,32
C135.00020,1423,81
D60.0008,956,35
E180.00026,861905
F17.0002,541,59
G75.00011,9011,19
H5.0000,751,59
I98.00014,6211,11
J16.0002,396,35
Gesamt670.25047,0042,8647,4450,795,676,36

Die zwei Güter der A-Klasse erreichen zusammen einen Umsatz von 47,00%. Sind sind also zusammen so umsatzstark wie die 5 Güter der B-Klasse. Bei diesen  beiden Gütern sollte das Unternehmen Mühe investieren, um bessere Bezugskonditionen zu bekommen,  eil es sich um die wichtigsten Güter handelt.

Übung 1: Die Überprüfung der Materialarten soll mit Hilfe einer ABC-Analyse stattfinden. Dabei werden die verbrauchten Güter nach ihrem prozentualen Anteil am  Gesamtverbrauch (wertmäßig) geordnet. Von den Gütern werden so viele der A-Gruppe zugeordnet, bis 75% des Gesamtverbrauchs erreicht sind. Von den nächsten Gütern werden so viele genommen, dass ihr Anteil zusammen 20% des Gesamtverbrauchs ist. Die restlichen 5 % werden der C-Gruppe zugeordnet. Am besten erstellen Sie eine Tabelle mit den kumulierten (aufaddierten) Werten und ordnen dort die Güter nach ihrem prozentualen Anteil an dem Verbrauchswert.

ArtikelMenge pro JahrPreis pro Einheit in €
130.0006,75
230.0006,00
316.50015,00
43.0006,75
54.50015,00
630.00033,00
76.00075,00
83.0008,25
912.0003,75
1015.0001,50
->>

Übung 2: Ordnen sie die folgenden Einkaufsgüter den Gruppen A, B oder C zu. In die Gruppe A kommen alle Güter, deren prozentualer Anteil mindestens 10% ist. Die B-Gruppe wird von den Gütern gebildet, deren Anteil zwischen 2% und 10% liegt. Die restlichen Güter kommen in die Gruppe C.

ArtikelMenge pro JahrPreis pro Einheit in €
1100.0000,05
240.0000,07
38.0000,15
430.0000,15
55.0000,20
62.0001,60
712.0003,50
870020,00
93.50040,00
1035080,00
1150600,00
1225,000
->>

Die ABC-Analyse lässt sich auf weitere Bereiche anwenden. Neben dem Einkauf nach Umsatz pro Lieferant ergeben sich unter anderem folgende Möglichkeiten:

  • Einkaufsvolumen nach Materialgruppen
  • Lieferantenbeurteilung nach Termintreue
  • Beschaffungszeiten
  • Lagerbestände\Umschlagshäufigkeit\Bestellhäufigkeit
  • Einteilung von Mitarbeiterkapazitäten auf wichtige und weniger wichtige Projekte
  • Setzung und Einhaltung von Qualitätsstandards

 

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