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Der Genitiv und seine Bedeutungen

Der Genitiv wird hauptsächlich als Attribut, Prädikatsnomen aber auch als Objekt verwendet. Als Objekt nach Verben des Erinnerns und Vergessens (reminisci, meminisse: sich erinnern / oblivisci : vergessen)

Beispiele:

  • Maiorum nostrorum semper meminerimus – Wir werden immer an unsere Vorfahren denken
  • Numquam beneficiorum tuorum obliviscemur – Niemals werden wir deine Wohltaten vergessen

Als Objekt nach Verben der Gerichtssprache (Angabe des Vergehens) (accusare-anklagen / convincere-überführen / damnare-verurteilen / absolvere-freisprechen)

Beispiel:

  • Reus caedis convictus est – Der Angeklagte ist des Mordes überführt worden.

Als Attribut:

genitivus subiectivus = das Subjekt einer Tätigkeit oder Empfindung

  • Amor matris nunquam desinet – Die Liebe der Mutter wird niemals aufhören.

genitivus obiectivus = das Objekt einer Tätigkeit oder Empfindung Substantive:

  • Timor Dei initium sapientiae est – Die Furcht vor Gott ist der Anfang der Weisheit.

Adjektive (begierig,kundig,mächtig,voll-cupidus,peritus,plenus etc. )

  • Multi homines cupidi pecuniae sunt- Viele Menschen sind gierig nach Geld.

Genitivus possessivus = als Prädikatsnomen den Eigentümer bei „esse“ (gehören, sich gehören)

  • Domus poetae clara est – Das Haus des Dichters ist berühmt.
  • Domus poetae est – Das Haus gehört dem Dichter.
  • Liberorum est parentibus parere – Es ist die Pflicht der Kinder, den Eltern zu gehorchen.

Merke:

„esse“ mit Genitiv: gehören (domus patris est = das Haus gehört dem Vater)

„esse“ mit Dativ : besitzen (Patri est domus)

genitivus qualitatis = bezeichnet als Prädikatsnomen eine Eigenschaft besonders bei Wert- und Zahlenangaben

  • Vir magni ingenii illum librum scripsit – Ein Mann von großem Geist schrieb dies Buch.

 

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