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Der Begriff der Elastizität

Die Nachfrage reagiert unterschiedlich stark auf Preisänderungen. Um dies zu messen, benutzt man den Begriff der Elastizität. Die Elastizität sagt aus, um wie viel Prozent sich die Menge ändert, wenn sich der Preis um ein Prozent ändert. Betrachten wir die verschiedenen Elastizitätsbegriffe, die es gibt, mit Hilfe der vier Diagramme der Abbildung.

Beispiele für Elastizitäten
Beispiele für Elastizitäten

Eine vollkommen unelastische Nachfrage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Nachfrager zu jedem Preis dieselbe Menge kaufen. Dieses ist vor allen Dingen bei lebensnotwendigen Gütern – wie wichtigen Medikamenten – der Fall.

Bei einer unelastischen Nachfrage reagieren die Nachfrager nur sehr schwach auf Preisänderungen. Dies ist bei wichtigen Gütern, die Existenzbedürfnisse erfüllen, der Fall.
 
Eine elastische Nachfrage ist durch relativ große Nachfrageänderungen gekennzeichnet. Schon eine kleine Preiserhöhung kann dazu führen, dass die Nachfrage stark zurückgeht. Dieses Verhalten trifft man oft bei Luxusgütern.

 Ein Beispiel für eine  vollkommen elastische Nachfrage zu finden ist mir nicht gelungen. Hier wird bei einem Preis eine beliebig hohe Menge des Gutes gekauft. Steigt oder sinkt der Preis, so wird nichts mehr gekauft. Diesen Fall sollten wir also nur aus Gründen der Vollständigkeit im Kopf behalten.

Für die Preiselastizität der Nachfrage gibt es auch eine Formel, die das oben gelernte zusammenfasst. Nach ihr gilt:

    \[\mbox{Elastizitaet}=\frac{\mbox{Prozentuale Mengenaenderung}}{\mbox{Prozentuale Preisaenderung}}.\]

Die errechnete Zahl gibt an, um wie viel Prozent sich die Nachfrage ändert, wenn sich der Preis um 1 Prozent ändert. Bei einem Ergebnis von 0 spricht man von einer vollkommen unelastischen Nachfrage. Ist die Elastizität größer als 0, aber kleiner als 1, so ist die Nachfrage unelastisch. Bei einer Elastizität von 1 nennt man die Nachfrage proportional, und bei Ergebnissen von größer 1 ist sie elastisch. Eine vollkommen elastische Nachfrage erhält man, wenn der errechnete Wert gegen unendlich strebt.

Ein Beispiel: Der Preis eines Gutes steigt von 100 auf 110. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage von 24 auf 18. Die prozentuale Änderung des Preises beträgt 10 %, die der Nachfrage 25 %. Die Elastizität ist somit \frac{25}{10}=2,5. Die Nachfrage wird elastisch genannt, da die Elastizität größer als 1 ist. Das bedeutet, dass die Menge relativ stark auf Preisänderungen reagiert.

 

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