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Angebotsvergleich: Preisvergleich

Die Angebote beinhalten entweder Netto- oder Bruttopreise. Von den Bruttopreisen können noch Abzüge vorgenommen werden, um zu den Nettopreisen zu kommen.

Die Bezugskalkulation geht wie folgt vor:

  • Vom Listenpreis, das ist der Ausgangspunkt, werden
  • die Rabatte abgezogen, um zu dem
  • Zieleinkaufspreis zu gelangen. Von diesem Zieleinkaufspreis wird noch der
  • Skonto{{1}}[[1]]Skonto wie auch später die Bezugskosten gehören logisch gesehen zu den Zahlungs- und Lieferbedingungen – siehe Lieferbedingungen. Sie werden aber hier behandelt.[[1]] abgezogen.
  • Zu diesem Bareinkaufspreis werden die Bezugskosten – dies können Transport- und Verpackungskosten, Zölle oder Versicherungsprämien sein – addiert, um zum
  • Bezugspreis oder Einstandspreis zu kommen. Dieser gibt an, wie viel letztendlich für das Produkt wirklich bezahlt werden muss.
  • Rechnet man zu diesem Einstandspreis noch die allgemeinen Handlungskosten hinzu, erhält man die Selbstkosten.{{2}}[[2]]Die allgemeinen Handlungskosten entstehen durch die Umlage der Gemeinkosten – dies sind Kosten, die nicht einem Kostenträger zugerechnet werden können – auf einzelne Kostenträger. Dies geschieht durch Handlungskostenzuschläge.[[2]]

Diese Rechnung soll an einem Beispiel erläutert werden. Sie können ein Produkt für 525 € Listenpreis kaufen. Der Umsatzsteuersatz beträgt 19%. Der Händler gewährt Ihnen 15% Rabatt und bei Zahlung innerhalb von 30 Tagen 3% Skonto. Die Verpackungs- und Versandkosten in Höhe von 50 € zuzüglich Umsatzsteuer werden Ihnen angelastet. Wie hoch ist der Bezugspreis?

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Die Umsatzsteuer ist ein durchlaufender Posten und kann deshalb ignoriert werden, wenn der Käufer die Ware weiter verkaufen will und sie deshalb von seinem Handelspartner ebenfalls wieder bekommt. Er muss sie erst für die Kalkulation des Verkaufspreises berücksichtigen. Ein Privater muss die Umsatzsteuer ebenfalls berücksichtigen. Gleiches gilt, wenn einige Teile der Rechnung inklusive Umsatzsteuer sind und andere die Umsatzsteuer nicht enthalten.

Beispiel:

Die gleichen Angaben wie oben, allerdings sind die 50 € Bezugskosten jetzt inklusive 19% Umsatzsteuer. Wie ändert sich das Ergebnis?

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Auf die 42,02 € Bezugskosten kommt man wie folgt. Die 50 € sind der Preis inklusive der Umsatzsteuer, also 119% des Grundpreises. In einem Dreisatz kann man nun die 50 € zu 119% setzen und die gesuchte Größe zu 100%. Das Ergebnis erhält man durch \frac{50*100}{119}.

Wenn man verschiedene Angebote miteinander vergleicht, muss man auch  unterschiedliche Zahlungsfristen beim Skonto berücksichtigen. Angenommen zwei Angebote kommen bei der bisherigen Berechnung auf den gleichen Preis, haben aber unterschiedliche Zahlungsfristen für die Gewährung des Skontos.

Betrachten wir eine Beispiel:

 Angebot AAngebot B
Listenpreis (ohne Steuer)150 €150 €
Rabatt10 %12 %
Skonto3 % (60 Tage)3 % (sofort)
Bezugskosten25 €27 €

Frei zur Verfügung stehende Mittel können mit 10% verzinst werden. Führen Sie die Bezugspreisermittlung durch.

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Bevor Skonto in Anspruch genommen wird, muss geprüft werden, ob sich das lohnt.

 

 

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